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Emotionale Umkehr

Das biologische Bedürfnis eines Neugeborenen und eines kleinen Kindes ist die Zuwendung seiner Eltern, besonders die der Mutter, damit es überlebt. Wenn das Kind es schafft, die Zuwendung seiner Mutter zu „erlangen“, spürt es ein gewisses Vergnügen in sich, weil es so -und nur durch die Zuwendung seiner Mutter- überlebt. Das jeweilige Verhalten, das ihm Zuwendung (also das Vergnügen, so zu überleben) gebracht hat, wird von ihm automatisch beibehalten.

Künftig wird sich das Kind -und später der Erwachsene- immer auf genau diese Art und Weise verhalten, wenn es Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen möchte. Dieses anfängliche Verhalten wird ständig wiederholt und im Laufe der Zeit zu der ganz eigenen Lebensweise.

Im Laufe des therapeutischen Verfahrens wird dem Betroffenen seine Verhaltensweise, also seine persönliche Art und Weise in seinem Leben zu stehen, aufgezeigt und ihm so ermöglicht, seine jeweiligen Vergnügen bewusst spüren zu können. Er lernt zu verstehen, dass sein Verhalten -und das damit verbundene Vergnügen- eine notwendige Konstruktion für sein Leben war und wird seinen inneren Bildern künftig andere, nicht mehr krank machende Gefühle und Emotionen mit neuen Vergnügen zuordnen können.

Durch das Bewußtmachen des Muster wird die Unsinigkeit des eigenen Verhaltens klar und es darf sich sein eigenes Verhalten verändern.